Die Chronik der Familie PEDELL vom gleichen Verfasser liegt als Buch vor, 172 S., 2009.
Zum Inhaltsverzeichnis

Gesamte Chronik, 172 S., digitalisiert, als PDF:
Zur gesamten Chronik
Schlesisches Wappen
Schlesien

Ludwig Pedell
Ludwig Pedell, * 1854 Schwetz
(Swiecie), † 1922 Berlin
Königlich Preußischer
Eisenbahndirektionspräsident,
Bromberg (Bydgoszcz)
Mein Großvater
s. Bildergalerie

Ich betreibe Familien- bzw. Ahnenforschung. Mein Interesse gilt insbesondere meinen Vorfahren, der Familie PEDELL (evangelisch), die ursprünglich aus Ober- und Niederschlesien stammt.

Vorfahren Pedell aus Ober- und Niederschlesien

Durch Heirat ist die Familie Pedell mit den Oberschlesischen Familien TSCHAMPEL, MÜCKE, JAUERNIG/JAUERNICK, GROMATH, LÜBECK und ASCHENDORFF verbunden.

Die Pedells lebten in den Oberschlesischen Orten

Der älteste nachgewiesene PEDELL, Heinrich Christian Pedell, * um 1700/10, † 1762, mein Ururururgroßvater, war Kämmerer (Cammerarius perpetuus) und Mitglied im zehnköpfigen Stadt-Magistrat der Stadt Bunzlau (mindestens 1747-1753). (s. Bildergalerie [4a]) Auch war er als Kämmerer in Alt-Warthau, Kreis Bunzlau auf Schloß Warthau (Grafen Frankenberg) tätig. Ferner ist Parchwitz als Wohnort dieser ältesten Familie Pedell nachgewiesen.

Mein Urgroßvater, Karl PEDELL aus Guttentag, Kreisgerichtsdirektor, [ *1802 in Mollna,
† 1855 Schwetz, Westpreußen, s. Bildergalerie [17a], Urenkel von Heinrich Pedell, sein Vater Carl Pedell, Justizkommissarius und Notar in Guttentag, Kommandeur der 1813 in Guttentag aufgestellten Landwehr, Pächter einer Ziegelei und Jagdpächter, verheiratet mit Beate TSCHAMPEL
] besuchte das seinerzeit angesehene Internat der Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church) in GNADENFELD (Pawlowiczki) in Oberschlesien (s. Bildergalerie [17]). Über eine 10-tägige Wanderung 1816 von 34 namentlich bekannten, überwiegend adligen Internatsschülern in die mährischen Karpaten (Karparty) liegt mir im Original ein ca. 100-seitiges Reisetagebuch als Handschrift vor (F. A. Schettler, Fuß-Reise von Gnadenfeld aus auf die Karpaten, Gnadenfeld 1816). siehe Teilnehmer.

Die vorgenannte Beate TSCHAMPEL, verh. PEDELL, * 1775, † 1807, meine Ururgroßmutter, stammte aus einer schlesischen Oberförster- und Korpsjägerfamilie. Vater und Großvater waren Oberförster in Zedlitz, ein Bruder in Krascheow, ein Schwager und dessen Vater in Dombrowka bzw. Peisterwitz (Forstämter Oppeln und Ohlau). Sie dienten zuvor jeweils im "Reitenden Feldjäger-Korps zu Pferde", als Einheit der preußischen Armee, 1740 gestiftet und gefördert von König Friedrich dem Großen. Johann George TSCHAMPEL (s. Bildergalerie [10]) war über zehn Jahre Leibjäger und Büchsenspanner von Friedrich dem Großen. - Bogislav Friedrich TAUENTZIEN
(s. Bildergalerie [9]) * 1710, † 1791, Preuß. General, war Großvater mütterlicherseits der Beate TSCHAMPEL.

Meine Ur- und Großeltern sowie weitere Vorfahren: siehe Bildergalerie [1, 2, 3].

Eine weitere Linie PEDELL lebte in Pless (Pszczyna) in Oberschlesien (nachgewiesen ab 1730). Der letzte männliche Nachkomme dieser Linie war Victor PEDELL, Preußischer Generalmajor (* 1837, † 1896 (s. Bildergalerie [7])). Er nahm an den Feldzügen 1866 gegen Österreich und 1870/1871 gegen Frankreich teil und war Kommandeur der Garnisonen Hildesheim und Hameln sowie zuletzt Diedenhofen / Lothringen und Hagenau / Elsaß. 1878 heiratete er Emmy DEGENER (s. Bildergalerie [8]) in Hildesheim. Siehe auch www.christoph-www.de/pedell1.html.

Eine weitere Linie meiner Vorfahren (die Linie meiner Urgroßmutter väterlicherseits Mathilde KNAUFF geb. HELLWIG, siehe Foto und Wappen s. Bildergalerie [5, 6]) stammt ebenfalls aus Schlesien. Die Linie HELLWIG ist bis 1310 zurückzuverfolgen (Hentschel HELLWIG * ca. 1310, Bürgermeister in Löwenberg / Niederschlesien, Lwowek Slaski. Nachkommen lebten auch in Freystadt / Niederschlesien, Kozuchow, Michel Hellwig * 1550).

Vorfahren aus Hamburg

Weitere Vorfahren väterlicherseits sind u.a. die Linien EWALD, FLINDT/FLINT, JENCQUEL/JENCKEL und PRINTZ/PRINZ in Hamburg, die teilweise bis 1590 zurückzuverfolgen sind. Diese Linien waren zum großen Teil Kaufleute, auch international tätig, ein Zweig der Linie Flindt war in England ansässig. Wappen (siehe Bildergalerie [19, 22, 24, 27, 28]) der Hamburger Familien und sechs Portraits siehe Bildergalerie [18, 20, 21, 23, 25, 26].

Familienname Pedell - Bedeutung und Verbreitung

Alle heute in Deutschland lebenden Personen mit dem Namen PEDELL (es sind elf) sind direkt miteinander verwandt und stammen von meinem Großvater Ludwig PEDELL (s. Foto oben) ab. Alle anderen deutschen Linien PEDELL, auch außerhalb Schlesiens, sind ausgestorben.

Der Familienname PEDELL ist bzw. war nicht nur in Deutschland, sondern ebenso in Frankreich, England und USA zu finden. Um 1700 gab es PEDELL auch als jüdischen Familiennamen in Prag. Es ist nicht auszuschließen, dass dortige Pedells aus dem seinerzeit habsburgischen Prag oder Böhmen ins benachbarte, ebenfalls Habsburgische Schlesien auswanderten.

Die Schreibungen der Familiennamen konnten in früherer Zeit durchaus unterschiedlich und wechselnd, auch innerhalb einer Generation, sein. Für unsere Schlesischen Vorfahren ist festzuhalten, dass die Kirchenbucheintragungen fast durchweg einheitlich PEDELL lauteten.

Der Familienname PEDELL existiert jedoch auch in den Varianten bzw. Schreibungen PEDEL, BEDELL und BEDEL, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. BEDELL ist heute in Deutschland noch seltener, BEDEL etwas häufiger als PEDELL anzutreffen. PEDEL gab es früher in Deutschland.

Alle Varianten haben den gleichen Ursprung und die gleiche Bedeutung wie PEDELL. Sie leiten sich ab von der mittellateinischen Form bidellus, bedellus und pedellus (Bote eines Gerichts, Gerichtsdiener); ein Gutachten der Universität Leipzig liegt mir vor.




Linkempfehlungen